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Arztkittel / Apothekerkittel
Arztkittel und Apothekerkittel sind funktionale Bestandteile der Berufsbekleidung in Medizin, Pharmazie, Labor und Diagnostik. Die längere Schnittform deckt die darunter getragene Kleidung ab und unterstützt die betriebliche Zuordnung von Beschäftigten. Abhängig vom Modell stehen unterschiedliche Materialien, Ärmellängen, Kragenformen, Verschlusssysteme und Taschenanordnungen zur Verfügung.
Ein Arztmantel wird unter anderem bei Untersuchungen, Visiten, Beratungen und organisatorischen Tätigkeiten eingesetzt. Ein Apothekenkittel eignet sich für den Verkaufsraum, die Rezeptur, die Ausgangsstoffprüfung und weitere pharmazeutische Arbeitsbereiche. Ob ein Kittel lediglich als allgemeine Berufskleidung oder als Schutzkleidung verwendet werden kann, ergibt sich nicht aus Farbe oder Produktbezeichnung, sondern aus seiner ausgewiesenen Schutzfunktion und der tätigkeitsbezogenen Gefährdungsbeurteilung.
Arztkittel für Praxis, Klinik und Diagnostik
Arztkittel werden in Arztpraxen, Kliniken, medizinischen Versorgungszentren, diagnostischen Einrichtungen und weiteren Bereichen des Gesundheitswesens getragen. Sie sind meist hüft-, oberschenkel- oder knielang ausgeführt und werden über Kasacks, Shirts, Hemden oder weiterer medizinischer Arbeitskleidung getragen.
Die erforderliche Ausstattung hängt vom Tätigkeitsprofil ab. Bei Untersuchungen und Visiten sind eine ausreichende Bewegungsweite im Schulter- und Rückenbereich sowie gut erreichbare Taschen relevant. Für diagnostische oder labornahe Arbeiten können lange Ärmel, ein höher geschlossener Frontbereich und ein schnell zu öffnender Verschluss zweckmäßig sein.
- Schnitt: gerade, leicht taillierte oder ausgestellte Formen für unterschiedliche Körperproportionen
- Länge: kurze Praxiskittel sowie längere Arzt- und Visitenmäntel
- Material: Baumwolle, Polyester, Mischgewebe oder elastische Funktionsmaterialien
- Verschluss: Knöpfe, Druckknöpfe, verdeckte Druckknöpfe oder Reißverschluss
- Ärmel: Kurzarm-, Dreiviertelarm- und Langarmausführungen
- Taschen: Brust-, Seiten- und teilweise Innentaschen für notwendige Arbeitsutensilien
- Einsatzbereiche: Praxis, Klinik, Diagnostik, Therapie, Labor und medizinische Verwaltung
Arztmantel und Arztkittel unterscheiden
Die Bezeichnungen Arztmantel und Arztkittel werden häufig überschneidend verwendet. Als Arztmantel werden meist längere und stärker mantelartig geschnittene Modelle bezeichnet. Ein Arztkittel kann dagegen auch als kürzere, leichtere Ausführung angeboten werden. Eine verbindliche Abgrenzung besteht nicht.
Für die betriebliche Beschaffung sind daher die tatsächliche Rückenlänge, Materialzusammensetzung, Ärmelform und Taschenausstattung maßgeblich. Auch Modelle mit derselben Produktbezeichnung können sich hinsichtlich Gewebegewicht, Passform und Pflegeeigenschaften deutlich unterscheiden.
- Kurzer Arztkittel: bewegungsfreundliche Ausführung für Praxis, Empfang und organisatorische Tätigkeiten
- Langer Arztmantel: größere Abdeckung der darunter getragenen Berufsbekleidung
- Visitenmantel: häufig länger und gehrockähnlich geschnitten
- Stehkragenkittel: hoch geschlossener Halsabschluss ohne klassischen Reverskragen
- Schutzkittel: für eine festgelegte Schutzaufgabe ausgewählte und entsprechend gekennzeichnete Bekleidung
Apothekerkittel für Offizin, Rezeptur und Prüfung
Ein Apothekerkittel wird in öffentlichen Apotheken, Krankenhausapotheken, Rezepturbereichen und pharmazeutischen Prüfräumen eingesetzt. Im Verkaufs- und Beratungsbereich unterstützt er ein einheitliches Erscheinungsbild und die erkennbare Zuordnung des Fachpersonals. In Rezeptur und Labor stehen zusätzlich Abdeckung, Verschlussart und die Eignung für das betriebliche Hygienekonzept im Vordergrund.
Bei der Herstellung und Prüfung von Arzneimitteln sollte der Kittel geschlossen getragen werden. Die geeignete Ausführung richtet sich nach den eingesetzten Ausgangsstoffen, dem Herstellungsverfahren und möglichen chemischen oder biologischen Gefährdungen. Ein gewöhnlicher weißer Kittel bietet nicht automatisch eine definierte Schutzleistung gegen Gefahrstoffe.
- Offizin: Berufsbekleidung für Beratung, Abgabe und Warenbearbeitung
- Rezeptur: geschlossener Kittel für Herstellungs- und Abfüllarbeiten
- Defektur: Bekleidung für die Herstellung größerer, rechtlich begrenzter Chargen
- Ausgangsstoffprüfung: Kittel für Prüf-, Mess- und Dokumentationsarbeiten
- Krankenhausapotheke: Arbeitskleidung für Herstellung, Prüfung, Lagerung und Versorgung
- Blutuntersuchungen: Kittel in Kombination mit den tätigkeitsbezogen erforderlichen Schutzmaßnahmen
Apothekenkittel mit geschlossenem Frontbereich
Ein Apothekenkittel mit durchgehendem Frontverschluss deckt die darunterliegende Kleidung besser ab als ein offen getragenes Modell. Druckknöpfe lassen sich vergleichsweise schnell öffnen und schließen. Klassische Knöpfe unterstützen die traditionelle Form vieler Apothekerkittel, während ein Reißverschluss eine gleichmäßig geschlossene Vorderseite ermöglicht.
Für Rezepturarbeiten sind freiliegende Schmuckelemente, lose Bänder und stark abstehende Taschen häufig ungeeignet. Der Kittel sollte körpergerecht sitzen, ohne die Bewegungsfreiheit beim Einwiegen, Mischen, Abfüllen oder Dokumentieren einzuschränken. Lange Ärmel dürfen nicht in Gefäße, Waagen oder Arbeitsflächen hineinragen.
Die Farbe Weiß wird in Apotheken häufig verwendet, weil zahlreiche Verschmutzungen gut erkennbar sind. Sie stellt jedoch keinen Nachweis für hygienische Eigenschaften, Waschbarkeit oder eine geprüfte Schutzfunktion dar.
Medizinischer Kittel als Berufsbekleidung
Ein medizinischer Kittel kann in Praxis, Klinik, Therapie, Diagnostik oder medizinischer Verwaltung eingesetzt werden. Er schützt die darunterliegende Kleidung vor gewöhnlichen arbeitsbedingten Verschmutzungen und kann Teil eines einheitlichen Bekleidungskonzepts sein.
Medizinische Kittel stehen als Damen-, Herren- und Unisex-Ausführung zur Verfügung. Damenmodelle berücksichtigen häufig eine angepasste Brust-, Taillen- und Hüftweite. Herrenmodelle sind meist gerader geschnitten und bieten mehr Raum im Schulter- und Rückenbereich. Unisex-Kittel erleichtern die betriebliche Bevorratung, müssen jedoch in ausreichend abgestuften Größen angeboten werden.
- Damenmodelle: angepasste Schnittführung im Brust-, Taillen- und Hüftbereich
- Herrenmodelle: häufig gerade Form mit größerer Schulter- und Rückenweite
- Unisex-Modelle: neutrale Schnittform für unterschiedliche Beschäftigtengruppen
- Kurzgrößen: angepasste Rücken- und Ärmellänge für kleinere Körpergrößen
- Langgrößen: verlängerte Ärmel und Rumpfmaße für große Körperformen
Laborkittel für medizinische und pharmazeutische Arbeitsbereiche
Ein Laborkittel wird bei allgemeinen Analyse-, Prüf-, Forschungs- und Dokumentationstätigkeiten getragen. In medizinischen Laboren kommt er beispielsweise bei Probenannahme, Diagnostik und Qualitätssicherung zum Einsatz. In Apotheken wird er unter anderem bei Rezeptur, Ausgangsstoffprüfung und pharmazeutischer Kontrolle verwendet.
Für Laborarbeiten sind eine ausreichende Frontabdeckung, lange Ärmel und ein kontrolliert zu öffnender Verschluss häufig zweckmäßig. Der Ärmelabschluss sollte so ausgeführt sein, dass das Material nicht in Proben, Geräte oder offene Gefäße hineinragt. Abhängig vom Arbeitsverfahren können elastische Bündchen oder verstellbare Manschetten erforderlich sein.
Ein gewöhnlicher Laborkittel ist nicht automatisch Chemikalien-, Infektions-, Hitze- oder Flammschutzkleidung. Bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen, biologischen Arbeitsstoffen oder offenen Flammen müssen Material und Konstruktion auf die konkrete Gefährdung abgestimmt sein.
- Medizinisches Labor: Probenbearbeitung, Diagnostik und Dokumentation
- Apothekenlabor: Rezeptur, Prüfung und Qualitätssicherung
- Pharmazeutische Forschung: Entwicklungs-, Analyse- und Kontrollarbeiten
- Ausbildung: praktische Arbeiten in Schule, Hochschule und Betrieb
- Qualitätsmanagement: Prüf-, Freigabe- und Dokumentationsprozesse
Praxiskittel für medizinische und therapeutische Einrichtungen
Ein Praxiskittel ist häufig kürzer und leichter ausgeführt als ein klassischer Arztmantel. Er eignet sich für Arzt- und Zahnarztpraxen, Therapieeinrichtungen, medizinische Kosmetik, Podologie und weitere körpernahe Dienstleistungen. Kurze Schnitte unterstützen die Beweglichkeit bei häufigem Wechsel zwischen Behandlungsraum, Empfang und Dokumentationsarbeitsplatz.
Je nach Arbeitsbereich stehen kurzärmlige, dreiviertelärmlige und langärmlige Modelle zur Verfügung. Kurze Ärmel halten Hände und Unterarme frei und können wiederkehrende Händehygiene erleichtern. Langärmlige Kittel bieten eine größere textile Abdeckung, ersetzen jedoch bei Kontaminationsgefahr keine tätigkeitsbezogen ausgewählte Schutzkleidung.
- Arztpraxis: Untersuchung, Assistenz, Diagnostik und Verwaltung
- Zahnarztpraxis: Behandlung, Prophylaxe, Aufbereitung und Empfang
- Therapie: bewegungsfreundliche Kittel für Behandlungs- und Übungssituationen
- Podologie: Berufsbekleidung für Behandlung und Instrumentenaufbereitung
- Medizinische Kosmetik: Kittel für Behandlungen und vorbereitende Tätigkeiten
Arbeitskittel Medizin für unterschiedliche Tätigkeitsprofile
Ein Arbeitskittel Medizin muss auf die jeweiligen Arbeitsabläufe abgestimmt sein. Bei häufigen Laufwegen und Visiten sind Schrittfreiheit und ein ausreichend langer Rückenschlitz relevant. Bei Untersuchungen muss der Schulterbereich weit genug geschnitten sein, um Armbewegungen nicht einzuschränken. In Laboren stehen Ärmelabschluss und Frontabdeckung stärker im Vordergrund.
Die Taschenanzahl sollte dem tatsächlichen Bedarf entsprechen. Brusttaschen eignen sich für Namensschilder, Stifte oder kleine Dokumentationsmittel. Seitentaschen bieten Platz für leichte Arbeitsutensilien. Schwere, scharfkantige oder kontaminierte Gegenstände sollten nicht ungesichert mitgeführt werden.
- Visite: längere Mantelform mit ausreichender Schrittfreiheit
- Untersuchung: Bewegungsweite im Schulter-, Arm- und Rückenbereich
- Labor: geschlossener Frontbereich und geeignete Ärmelabschlüsse
- Beratung: geordnete Taschenaufteilung und einheitliche Schnittführung
- Dokumentation: leicht zugängliche Fächer für Stifte und organisatorische Arbeitsmittel
Berufsbekleidung Medizin systematisch zusammenstellen
Berufsbekleidung Medizin umfasst neben Arzt- und Praxiskitteln auch Kasacks, Arbeitshosen, Shirts, Berufskleider und Visitenmäntel. Die einzelnen Bekleidungsschichten müssen hinsichtlich Passform, Material und Pflegeverfahren miteinander kompatibel sein.
Ein eng geschnittener Kittel über einem weit ausfallenden Kasack kann die Bewegungsfreiheit einschränken. Werden Pullover oder Funktionsshirts unter dem Mantel getragen, ist der zusätzliche Platzbedarf bei der Größenwahl zu berücksichtigen. Ärmel und Kragen dürfen nicht mit Handschuhen, Schutzbrillen, Atemschutz oder weiterer persönlicher Schutzausrüstung kollidieren.
Farbliche Bekleidungskonzepte können Beschäftigte verschiedenen Abteilungen oder Tätigkeitsbereichen zuordnen. Die Farbe besitzt jedoch keine eigenständige hygienische oder sicherheitstechnische Wirkung. Maßgeblich bleiben die Materialeigenschaften und die betrieblichen Hygienevorgaben.
Medizinische Berufskleidung und Schutzkleidung unterscheiden
Medizinische Berufskleidung dient vor allem der betrieblichen Zuordnung, einem einheitlichen Erscheinungsbild und dem Schutz der privaten Kleidung vor gewöhnlichen Verschmutzungen. Arztkittel, Apothekerkittel und Praxiskittel sind daher nicht automatisch persönliche Schutzausrüstung.
Schutzkleidung ist für eine konkrete Gefährdung vorgesehen. Sie kann erforderlich sein, wenn Beschäftigte mit Körperflüssigkeiten, biologischen Arbeitsstoffen, gefährlichen Chemikalien oder weiteren gesundheitsgefährdenden Stoffen in Kontakt kommen können. Die erforderliche Schutzleistung ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung.
Ein optisch geschlossener oder langer Kittel darf nicht ohne entsprechende Produktkennzeichnung mit einem medizinischen Schutzkittel gleichgesetzt werden. Abhängig von der Tätigkeit können zusätzlich flüssigkeitsabweisende oder flüssigkeitsdichte Schutzkittel, Schürzen, Handschuhe, Augen-, Gesichts- oder Atemschutz erforderlich sein.
Allgemeine Anforderungen an Schutzkleidung
Ist ein Kittel als persönliche Schutzausrüstung vorgesehen, muss er die für die konkrete Schutzfunktion geltenden Anforderungen erfüllen. Allgemeine Schutzkleidungsanforderungen betreffen unter anderem Ergonomie, Unschädlichkeit, Größenkennzeichnung, Alterung, Kennzeichnung und Herstellerinformationen.
Allgemeine Anforderungen allein weisen jedoch keine Schutzwirkung gegen eine bestimmte Gefährdung nach. Chemikalien-, Infektions-, Hitze- oder elektrostatische Schutzleistungen müssen durch die jeweils zutreffende Produktkennzeichnung und Herstellerdokumentation belegt werden.
- Arbeitskleidung: Schutz der privaten oder darunter getragenen Kleidung vor gewöhnlichen Verschmutzungen
- Berufsbekleidung: tätigkeitsbezogene Kleidung zur betrieblichen Zuordnung
- Schutzkleidung: Bekleidung mit einer definierten Schutzfunktion
- Persönliche Schutzausrüstung: für den Schutz gegen konkrete Risiken konzipierte und gekennzeichnete Ausrüstung
- Gefährdungsbeurteilung: Grundlage für die Auswahl der erforderlichen Schutzmaßnahmen
Materialien für Arzt- und Apothekerkittel
Die Materialzusammensetzung beeinflusst Tragekomfort, Haltbarkeit, Formstabilität und Pflegeeigenschaften. Baumwolle besitzt eine textile Oberfläche und kann Feuchtigkeit aufnehmen. Polyester ist formbeständig und trocknet vergleichsweise schnell. Mischgewebe verbinden Eigenschaften beider Faserarten und werden häufig für regelmäßig aufbereitete Berufskittel eingesetzt.
Elastische Fasern oder mechanisch dehnbare Gewebe können die Bewegungsfreiheit verbessern. Ihre Eignung für hohe Waschtemperaturen oder industrielle Trocknungsverfahren hängt jedoch vom vollständigen Materialaufbau ab. Maßgeblich sind die Pflegekennzeichnung und die Herstellerangaben des jeweiligen Modells.
- Baumwolle: saugfähige Naturfaser mit textiler Haptik
- Polyester: formbeständige Kunstfaser mit vergleichsweise kurzer Trocknungszeit
- Mischgewebe: Kombination unterschiedlicher Trage-, Pflege- und Verschleißeigenschaften
- Elastan: zusätzliche Dehnbarkeit bei körpernaher Schnittführung
- Gewebegewicht: Abstimmung auf Raumtemperatur, Tragedauer und Beanspruchung
- Industriewäsche: nur bei ausdrücklicher Eignung für das vorgesehene Verfahren
Weißer Kittel und farbige Ausführungen
Weiße Arzt- und Apothekerkittel gehören zu den klassischen Ausführungen medizinischer und pharmazeutischer Berufsbekleidung. Auf hellen Geweben sind zahlreiche Verschmutzungen frühzeitig erkennbar. Die Farbe Weiß bedeutet jedoch nicht automatisch, dass das Kleidungsstück für Kochwäsche, Desinfektionswäsche oder den Einsatz als Schutzkleidung geeignet ist.
Farbige Kittel und Kontrasteinsätze können zur Kennzeichnung von Abteilungen, Funktionen oder Beschäftigtengruppen verwendet werden. Bei der Zusammenstellung eines betrieblichen Bekleidungskonzepts sind Farbbeständigkeit, Nachbestellbarkeit und die Eignung für das vorgesehene Waschverfahren zu berücksichtigen.
Knöpfe, Druckknöpfe und Reißverschlüsse
Klassische Knöpfe unterstützen die traditionelle Form von Arzt- und Apothekerkitteln. Abnehmbare Kittelknöpfe können bei entsprechend ausgestatteten Modellen vor der Wäsche entfernt werden. Druckknöpfe lassen sich schnell öffnen und schließen und eignen sich für Arbeitsbereiche, in denen ein zügiges Ablegen erforderlich sein kann.
Verdeckte Druckknöpfe bilden eine glatte Vorderseite und reduzieren freiliegende Verschlussteile. Reißverschlüsse sorgen für einen durchgehenden Frontverschluss. Bei hoch schließenden Modellen sollte das obere Verschlussende so verarbeitet sein, dass es nicht an Hals oder Kinn scheuert.
- Knopfleiste: klassische Verschlussform für Arzt- und Apothekerkittel
- Kittelknöpfe: je nach Modell abnehmbar und austauschbar
- Druckknöpfe: schnelles Öffnen und Schließen
- Verdeckter Verschluss: glatte Front für Arbeitsbereiche mit empfindlichen Oberflächen
- Reißverschluss: gleichmäßig geschlossene Vorderseite
Kragenformen bei Arzt- und Apothekenkitteln
Die Kragenform beeinflusst Schnitt, Abdeckung und das Erscheinungsbild des Kittels. Ein Reverskragen gehört zu den klassischen Ausführungen bei Arztmänteln. Ein Stehkragen schließt den Halsansatz stärker ab und bildet eine geradlinige Front. Modelle ohne ausgeprägten Kragen bieten eine reduzierte Schnittführung.
- Reverskragen: klassisch umgelegte Form bei Arzt- und Visitenmänteln
- Stehkragen: hoch angesetzter, nicht umgelegter Halsabschluss
- Umlegekragen: hemdähnliche Kragenform bei kürzeren Praxiskitteln
- Kragenlose Ausführung: schlichte Gestaltung mit Rund- oder V-Ausschnitt
Die Kragenform weist keine eigenständige Schutzleistung nach. Ein hoch geschlossener Stehkragen ersetzt keine tätigkeitsbezogen ausgewählte Schutzkleidung.
Kurzarm, Dreiviertelarm oder Langarm
Die geeignete Ärmellänge richtet sich nach Tätigkeit, Raumtemperatur und Hygieneanforderungen. Kurzärmlige Kittel halten Hände und Unterarme frei und können wiederkehrende Händehygiene unterstützen. Dreiviertelärmel bieten eine größere textile Abdeckung, enden jedoch oberhalb des Handgelenks.
Langärmlige Modelle werden häufig in Laboren und bei Tätigkeiten eingesetzt, bei denen eine größere Armabdeckung erforderlich ist. Die Ärmel dürfen nicht über die Hände rutschen oder unkontrolliert in Arbeitsbereiche hineinragen. Bei einer konkreten Schutzanforderung sind Material und Ärmelabschluss anhand der Gefährdungsbeurteilung festzulegen.
Taschen und funktionale Ausstattung
Arzt- und Apothekerkittel verfügen häufig über eine Brusttasche und zwei Seitentaschen. Zusätzliche Stiftfächer, Innentaschen oder doppelte Brusttaschen ermöglichen eine getrennte Aufbewahrung leichter Arbeitsmittel. Die Ausstattung sollte dem tatsächlichen Bedarf entsprechen.
Schwere oder scharfkantige Gegenstände können die Passform verändern und Taschen sowie Nähte beschädigen. In hygienisch sensiblen Bereichen ist außerdem zu berücksichtigen, dass Taschen und ihr Inhalt Kontaminationen aufnehmen und in andere Bereiche übertragen können.
- Brusttasche: Aufnahme von Namensschild, Stiften und kleinen Dokumentationsmitteln
- Stiftfach: separates Fach für einzelne Schreibgeräte
- Seitentaschen: gut erreichbarer Stauraum für leichte Arbeitsutensilien
- Innentasche: geschützte Aufbewahrung persönlicher oder organisatorischer Gegenstände
- Schlüsselschlaufe: Befestigung geeigneter Schlüssel- und Ausweissysteme
Passform und Größenwahl
Ein Arzt- oder Apothekerkittel sollte an Schultern, Brust, Rücken und Hüfte ausreichend Bewegungsfreiheit bieten. Die geschlossene Vorderseite darf beim Sitzen, Bücken oder Anheben der Arme nicht unter Spannung stehen. Gleichzeitig sollte der Kittel nicht so weit ausfallen, dass lose Stoffbereiche an Geräten, Möbeln oder Türklinken hängen bleiben.
Bei der Größenwahl sind die unter dem Kittel getragenen Kleidungsstücke zu berücksichtigen. Maßgeblich sind die Größentabelle und die konkreten Produktmaße des Herstellers. Neben der Konfektionsgröße sollten Schulterbreite, Brust- beziehungsweise Hüftumfang, Ärmellänge und Rückenlänge geprüft werden.
- Schulterweite: ausreichender Bewegungsraum für Untersuchung und Laborarbeit
- Brustumfang: spannungsfreier Sitz der geschlossenen Vorderseite
- Rückenweite: Bewegungsreserve bei nach vorn geführten Armen
- Hüftumfang: ausreichend Platz beim Gehen, Sitzen und Bücken
- Ärmellänge: Abstimmung auf Körpergröße, Tätigkeit und Handschuhgebrauch
- Rückenlänge: Auswahl entsprechend der gewünschten Abdeckung
Hygiene und Aufbewahrung
Saubere, getragene und kontaminierte Kittel sind nach den betrieblichen Vorgaben getrennt aufzubewahren. In Apotheken können für Rezeptur- und Prüftätigkeiten getrennte Aufbewahrungsmöglichkeiten für Arbeits- beziehungsweise Schutzkleidung und Straßenkleidung erforderlich sein. In medizinischen Arbeitsbereichen richtet sich die Organisation nach den vorhandenen Kontaminationsrisiken.
Ein sichtbar sauberer Kittel ist nicht zwangsläufig frei von biologischen oder chemischen Kontaminationen. Kommt das Kleidungsstück mit Körperflüssigkeiten, Ausgangsstoffen oder Gefahrstoffen in Kontakt, muss es entsprechend dem betrieblichen Hygiene- und Arbeitsschutzkonzept behandelt werden.
Reinigung und professionelle Aufbereitung
Die zulässige Reinigung richtet sich nach Faserzusammensetzung, Farbe, Verschlüssen und möglicher Schutzfunktion. Waschtemperatur, Trocknung und Bügelverfahren sind dem Pflegeetikett zu entnehmen. Die Bezeichnungen „weiß“, „Baumwolle“ oder „pflegeleicht“ weisen nicht automatisch auf eine Eignung für Koch- oder Industriewäsche hin.
Für gewerbliche Wasch- und Trocknungsverfahren muss das jeweilige Modell ausdrücklich geeignet sein. Kontaminierte Arbeits- oder Schutzkleidung darf nicht unkontrolliert zusammen mit privater Wäsche gereinigt werden. Die Aufbereitung ist so zu organisieren, dass Beschäftigte, Reinigungspersonal und weitere Bereiche nicht gefährdet werden.
- Pflegeetikett beachten: Waschtemperatur, Trocknung und Bügelverfahren einhalten
- Taschen entleeren: Stifte, Dokumente, Namensschilder und Arbeitsmittel entfernen
- Verschlüsse vorbereiten: Knöpfe und Reißverschlüsse nach Herstellerangabe behandeln
- Kontamination trennen: belastete Kittel gesondert sammeln und fachgerecht aufbereiten
- Material kontrollieren: Risse, offene Nähte und abgenutzte Gewebebereiche prüfen
- Schutzkleidung: ausschließlich nach den ausgewiesenen Aufbereitungsangaben reinigen
Arztkittel und Apothekerkittel für Unternehmen auswählen
Bei der betrieblichen Beschaffung sind Einsatzbereich, Passform, Material und Pflegeverfahren gemeinsam zu betrachten. Ein Kittel für den Apothekenverkauf kann andere Anforderungen erfüllen als ein Modell für die Rezeptur. Ebenso unterscheidet sich ein Arztmantel für Visiten von einem langärmligen Kittel für diagnostische Laborarbeiten.
- Einsatzbereich: Praxis, Klinik, Apotheke, Rezeptur, Labor oder Verwaltung bestimmen
- Abdeckung: Mantellänge und Ärmelform auf die Tätigkeit abstimmen
- Material: Tragekomfort, mechanische Beanspruchung und Raumtemperatur berücksichtigen
- Verschluss: sichere Frontabdeckung und erforderliche Öffnungsgeschwindigkeit prüfen
- Taschen: Anzahl und Position entsprechend den Arbeitsmitteln auswählen
- Pflege: betriebliche Wasch-, Trocknungs- und Wechselprozesse einbeziehen
- Schutzbedarf: erforderliche Schutzkleidung anhand der Gefährdungsbeurteilung festlegen
- Nachbeschaffung: Größenläufe, Farbkonstanz und langfristige Verfügbarkeit berücksichtigen
Häufige Fragen zu Arztkitteln und Apothekerkitteln
Was unterscheidet einen Arztkittel von einem Apothekerkittel?
Arzt- und Apothekerkittel können sich in Schnitt und Ausstattung ähneln. Die Auswahl richtet sich vor allem nach dem Einsatzbereich. In Apotheken sind unter anderem Rezeptur-, Prüf- und Beratungsprozesse zu berücksichtigen, während Arztkittel häufig für Untersuchung, Visite und Diagnostik verwendet werden.
Ist ein Arztkittel automatisch Schutzkleidung?
Nein. Ein gewöhnlicher Arztkittel ist meist allgemeine Berufsbekleidung. Eine definierte Schutzwirkung gegen biologische Arbeitsstoffe, Körperflüssigkeiten oder Chemikalien muss für das konkrete Produkt ausgewiesen sein.
Muss ein Apothekerkittel geschlossen getragen werden?
Bei Rezeptur-, Herstellungs- und bestimmten Prüftätigkeiten ist ein geschlossener Kittel erforderlich beziehungsweise fachlich vorgesehen. Die konkrete Trageweise richtet sich nach Gefährdungsbeurteilung, Arbeitsanweisung und Hygienekonzept.
Kann ein Arztmantel als Laborkittel verwendet werden?
Für allgemeine Labor-, Dokumentations- und Kontrolltätigkeiten kann ein geeignetes Modell verwendet werden. Bei chemischen, biologischen, thermischen oder elektrostatischen Gefährdungen ist speziell ausgewählte Schutzkleidung erforderlich.
Was unterscheidet einen Praxiskittel von einem Arztmantel?
Ein Praxiskittel ist häufig kürzer und leichter ausgeführt. Ein Arztmantel besitzt meist eine längere, stärker mantelartige Schnittform. Die Bezeichnungen sind jedoch nicht verbindlich voneinander abgegrenzt.
Welches Material eignet sich für einen medizinischen Kittel?
Häufig werden Baumwolle, Polyester und entsprechende Mischgewebe eingesetzt. Die geeignete Zusammensetzung richtet sich nach Raumtemperatur, Tragedauer, Waschverfahren und mechanischer Beanspruchung.
Ist jeder weiße Kittel für Kochwäsche geeignet?
Nein. Die zulässige Waschtemperatur ergibt sich ausschließlich aus der Pflegekennzeichnung und den Herstellerangaben. Farbe und Faserbezeichnung allein reichen für die Beurteilung nicht aus.
Welche Ärmellänge ist für Arztkittel geeignet?
Die geeignete Ärmellänge hängt von Tätigkeit und Hygieneanforderungen ab. Kurzärmelige Modelle halten Hände und Unterarme frei. Langärmelige Kittel bieten eine größere Abdeckung und können für Labor- oder Prüftätigkeiten zweckmäßig sein.
Wie sollte ein Arztkittel sitzen?
Der Kittel sollte im Schulter-, Brust-, Rücken- und Hüftbereich ausreichend Bewegungsfreiheit bieten. Die Vorderseite muss sich auch im Sitzen und bei Armbewegungen spannungsfrei schließen lassen.
Dürfen Arzt- und Apothekerkittel privat gewaschen werden?
Dies richtet sich nach Einsatzbereich und betrieblicher Vorgabe. Kontaminierte Arbeitskleidung und Schutzkleidung müssen dem vorgesehenen professionellen Aufbereitungsverfahren zugeführt werden und dürfen nicht unkontrolliert privat gereinigt werden.
Können Arztkittel mit Namen oder Firmenlogo versehen werden?
Gewöhnliche Berufsbekleidung kann abhängig von Material und Waschverfahren bedruckt oder bestickt werden. Bei zertifizierter Schutzkleidung dürfen Änderungen nur entsprechend den Herstellerfreigaben erfolgen.
Wann muss ein Apothekenkittel ausgetauscht werden?
Ein Austausch ist erforderlich, wenn offene Nähte, beschädigte Verschlüsse, starke Materialabnutzung oder nicht entfernbare Kontaminationen die vorgesehene Verwendung beeinträchtigen.
Arztkittel und Apothekerkittel verbinden eine arbeitsgerechte Abdeckung mit funktionalen Verschlüssen, geeigneten Taschen und unterschiedlichen Material- und Schnittvarianten für Praxis, Klinik, Apotheke, Rezeptur, Labor und Diagnostik.
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Herren-Labormantel
Beschreibung: Dieser weiße Herrenkittel ist perfekt geeignet für den Einsatz in Arztpraxen, Kliniken, Labors oder in Pflegeeinrichtungen. Die verdeckte Druckknopfleiste ermöglicht ein einfaches Öffnen und Schließen, während ein Rückengurt und ein Schlitz auf der Rückseite für mehr Bewegungsfreiheit sorgen. Hergestellt aus hochwertigem Material (100% Baumwolle) bietet der Kittel Tragekomfort und eine ansprechende Optik. Unser Herrenkittel ist in weiß in den Größen 44 – 60 und 90 – 110 erhältlich.Artikel:821125 Material: Baumwolle 100%Passform: Regular Fit Hersteller: BulgarienPflegehinweise: 95°C waschbarLänge: Größe 50 ca. 105 cmDetails: • Verdeckte Druckknopfleiste• Stehkragen• Gehschlitz• Ärmellange 1/1• 1 Brust-,2 Seitentaschen • Rückengurt
Herrenmantel Eppendorf
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