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Bekleidungskonzepte
Bekleidungskonzepte für Unternehmen und Organisationen
Ein betriebliches Bekleidungskonzept definiert, welche Arbeitskleidung, Berufsbekleidung, Schutzkleidung und Corporate Wear für bestimmte Tätigkeiten, Abteilungen und Einsatzbedingungen vorgesehen ist. Dabei werden funktionale Anforderungen, einheitliche Gestaltung, Tragekomfort, Größenverfügbarkeit, Veredelung und Beschaffungsprozesse systematisch miteinander abgestimmt.
Fehlen verbindliche Vorgaben für Modelle, Farben und Ausstattungsmerkmale, entstehen häufig uneinheitliche Bestände, unnötige Einzelbestellungen und erhöhter Abstimmungsaufwand. Ein strukturiertes Bekleidungskonzept für Unternehmen schafft dagegen nachvollziehbare Standards für Einkauf, Ausgabe, Nachbestellung und Ersatzbeschaffung.
Arbeitskleidung systematisch planen
Die Auswahl geeigneter Berufskleidung beginnt mit einer Analyse der betrieblichen Tätigkeiten. Beschäftigte in Produktion, Lager, Transport, Montage oder technischem Außendienst benötigen andere Bekleidungseigenschaften als Mitarbeitende in Verwaltung, Empfang, Gastronomie, Pflege oder Gebäudereinigung.
Welche Belastungen treten am jeweiligen Arbeitsplatz auf? Neben mechanischer Beanspruchung müssen unter anderem Witterung, Temperatur, Sichtbarkeit, Verschmutzung, Bewegungsabläufe und erforderliche Schutzfunktionen berücksichtigt werden. Daraus ergibt sich, welche Kleidungsstücke und Materialeigenschaften für den jeweiligen Tätigkeitsbereich geeignet sind.
- Tätigkeitsanalyse: Erfassung von Aufgaben, Bewegungsabläufen und Arbeitsumgebung
- Belastungsprofil: Berücksichtigung von Abrieb, Schmutz, Feuchtigkeit, Hitze und Kälte
- Bekleidungsbedarf: Definition von Oberteilen, Hosen, Jacken, Westen und ergänzenden Artikeln
- Tragezeit: Abstimmung auf Schichtdauer, Jahreszeit und Wechselintervalle
- Pflegeanforderung: Auswahl entsprechend betrieblicher oder industrieller Aufbereitung
Einheitliche Firmenkleidung für unterschiedliche Abteilungen
Ein Bekleidungskonzept kann mehrere Funktionsbereiche innerhalb eines Unternehmens abbilden. Farben, Schnitte, Logos und ergänzende Kennzeichnungen ermöglichen eine eindeutige Zuordnung zu Abteilungen, Standorten oder Verantwortungsbereichen.
In größeren Betrieben kann beispielsweise zwischen Produktion, Instandhaltung, Lager, Versand, Qualitätskontrolle und Besucherservice unterschieden werden. Trotz unterschiedlicher funktionaler Anforderungen bleibt das Erscheinungsbild durch wiederkehrende Farben, Logos und Gestaltungselemente einheitlich.
- Produktion und Fertigung: robuste Arbeitskleidung mit funktionalen Taschen und hoher Bewegungsfreiheit
- Lager und Logistik: gut sichtbare, strapazierfähige Bekleidung für wechselnde Innen- und Außenbereiche
- Montage und Technik: ergonomische Schnitte und zweckmäßige Stauraumlösungen
- Service und Außendienst: funktionale Kleidung mit einheitlicher Unternehmenskennzeichnung
- Empfang und Verwaltung: abgestimmte Corporate Wear für kundennahe Tätigkeiten
Bekleidungskonzepte für Lager, Transport und Logistik
In Lager- und Logistikbetrieben wechseln Beschäftigte häufig zwischen Kommissionierung, Versand, Verladung, Außenflächen und temperaturunterschiedlichen Arbeitszonen. Ein abgestimmtes Bekleidungssystem muss diese wechselnden Bedingungen berücksichtigen.
Sind Mitarbeitende bei innerbetrieblichen Verkehrsbewegungen ausreichend erkennbar? Je nach Gefährdungsbeurteilung können gut sichtbare Farben, Reflexelemente oder normgerechte Warnschutzbekleidung erforderlich sein. Gleichzeitig sollten die Kleidungsstücke ausreichend Bewegungsfreiheit bieten und mit den eingesetzten Arbeitsmitteln kompatibel sein.
Mehrlagige Bekleidungskonzepte ermöglichen eine Anpassung an unterschiedliche Temperaturbereiche. Funktionsshirts, Sweat- oder Fleecebekleidung, Westen sowie Wetter- und Kälteschutzjacken können dabei aufeinander abgestimmt werden.
Bekleidungslösungen für Industrie und Fertigung
In industriellen Einsatzbereichen stehen Belastbarkeit, Funktion und Arbeitssicherheit im Vordergrund. Arbeitsjacken, Bundhosen, Latzhosen, Overalls und ergänzende Oberteile müssen zu den jeweiligen Arbeitsabläufen passen und dürfen die Bewegungsfreiheit nicht unnötig einschränken.
Bei der Auswahl sind unter anderem Werkzeugtaschen, Knietaschen, Verschlusssysteme, verstellbare Abschlüsse und mögliche Gefahren durch offenliegende Elemente zu berücksichtigen. In Bereichen mit Maschinenkontakt können verdeckte Verschlüsse oder reduzierte außenliegende Applikationen sinnvoll sein.
- Materialauswahl: abgestimmt auf Verschleiß, Schmutzbelastung und Tragekomfort
- Schnittführung: ergonomische Passform für wiederkehrende Bewegungsabläufe
- Taschenausstattung: bedarfsgerechte Aufbewahrung von Werkzeugen und Arbeitsmitteln
- Verschlüsse: Auswahl entsprechend Arbeitsplatz und möglicher Hängenbleibgefahr
- Ergänzungen: Knieschutz, Wetterschutz oder thermische Bekleidung nach Einsatzprofil
Schutzkleidung in betriebliche Bekleidungskonzepte integrieren
Wenn am Arbeitsplatz besondere Gefährdungen bestehen, muss geeignete persönliche Schutzausrüstung in das Bekleidungskonzept eingebunden werden. Dazu können Warnschutzkleidung, Schweißerschutz, Hitze- und Flammschutz, Chemikalienschutz, Wetterschutz, Kälteschutz oder elektrostatisch ableitfähige Kleidung gehören.
Die Auswahl von Schutzkleidung richtet sich nach der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung und den jeweils erforderlichen Normen. Eine einheitliche Optik darf dabei nicht zulasten der Schutzfunktion gehen. Material, Schnitt, Veredelung und Kombination einzelner Kleidungsstücke müssen mit den zertifizierten Eigenschaften vereinbar sein.
Werden Schutzklassen, Normen und Einsatzbereiche bei Nachbestellungen zuverlässig eingehalten? Eine dokumentierte Artikelauswahl reduziert das Risiko, dass optisch ähnliche, funktional jedoch ungeeignete Produkte beschafft oder miteinander kombiniert werden.
Corporate Wear und Arbeitskleidung aufeinander abstimmen
Ein unternehmensweites Bekleidungskonzept kann funktionale Arbeitskleidung und repräsentative Corporate Wear miteinander verbinden. Dadurch entsteht auch bei unterschiedlichen Tätigkeiten ein wiedererkennbares Gesamtbild.
Während in Fertigung, Lager oder Montage robuste Materialien und funktionale Schnitte erforderlich sind, stehen bei Empfang, Beratung oder Außendienst häufig Poloshirts, Hemden, Blusen, Strickbekleidung oder Businessjacken im Vordergrund. Gemeinsame Unternehmensfarben, Logos und definierte Gestaltungsregeln verbinden diese Produktgruppen.
Mehrlagige Bekleidungssysteme für wechselnde Temperaturen
Mehrlagige Bekleidungssysteme ermöglichen eine flexible Anpassung an Jahreszeit, Tätigkeit und Umgebungstemperatur. Die einzelnen Schichten werden so kombiniert, dass Feuchtigkeitstransport, Wärmeisolation und Wetterschutz entsprechend dem Einsatzbereich unterstützt werden.
- Basisschicht: körpernah getragene Funktions- oder Arbeitswäsche
- Zwischenschicht: Sweatshirts, Fleecejacken oder isolierende Westen
- Außenschicht: Wind-, Wetter-, Regen- oder Kälteschutzbekleidung
- Ergänzende Artikel: Mützen, Handschuhe und funktionale Accessoires
Werden einzelne Kleidungsstücke ohne Abstimmung kombiniert, kann die Beweglichkeit eingeschränkt oder der Feuchtigkeitstransport beeinträchtigt werden. Ein systematisches Bekleidungskonzept berücksichtigt deshalb Passform, Material und Funktion aller verwendeten Schichten.
Passform und Größenauswahl im Bekleidungskonzept
Eine geeignete Passform ist für Akzeptanz, Bewegungsfreiheit und sicheren Einsatz wesentlich. Zu enge Kleidung kann Bewegungsabläufe behindern, während zu weit geschnittene Modelle das Risiko des Hängenbleibens erhöhen können.
Da Beschäftigte unterschiedliche Körperformen und Passformanforderungen haben, sollten Bekleidungskonzepte ausreichende Größenläufe sowie geeignete Damen- und Herrenmodelle berücksichtigen. Je nach Sortiment können Kurz-, Lang- oder Sondergrößen erforderlich sein.
- Größenstruktur: Festlegung benötigter Normal-, Kurz- und Langgrößen
- Passformvarianten: geeignete Schnitte für unterschiedliche Körperformen
- Anprobe: Prüfung von Sitz, Beweglichkeit und Kombinierbarkeit
- Größendokumentation: nachvollziehbare Zuordnung für spätere Nachbestellungen
- Modellkontinuität: Berücksichtigung einer möglichst langfristigen Verfügbarkeit
Logoservice und Personalisierung einheitlich festlegen
Firmenlogos, Namen, Funktionsbezeichnungen und Abteilungskennzeichnungen sind häufig fester Bestandteil eines betrieblichen Bekleidungskonzepts. Die Veredelung sollte für alle Produktgruppen verbindlich definiert werden.
Dazu gehören festgelegte Logogrößen, Farbwerte, Positionen und Veredelungsverfahren. Je nach Material und Kleidungsstück können Stickerei, Textildruck, Transferverfahren oder Embleme eingesetzt werden. Bei Schutz- und Warnschutzkleidung müssen dabei die Herstellerangaben und funktionalen Flächen berücksichtigt werden.
Unterschiedliche Logoabmessungen oder wechselnde Positionen führen schnell zu einem uneinheitlichen Erscheinungsbild. Dokumentierte Veredelungsvorgaben erleichtern dagegen die reproduzierbare Ausstattung neuer Mitarbeitender und Standorte.
Produktkonfiguration für definierte Bekleidungslösungen
Eine strukturierte Produktkonfiguration erleichtert die Zusammenstellung geeigneter Artikel für einzelne Tätigkeitsbereiche. Dabei können Produktart, Farbe, Größe, Ausführung, Schutzfunktion und Veredelung eindeutig zugeordnet werden.
Für verschiedene Mitarbeitergruppen lassen sich definierte Bekleidungspakete zusammenstellen. Ein solches Paket kann beispielsweise aus Arbeitshose, Arbeitsjacke, Poloshirt, Sweatshirt und Wetterschutzjacke bestehen. Für andere Funktionsbereiche werden abweichende Artikel oder Stückzahlen festgelegt.
- Artikeldefinition: verbindliche Auswahl freigegebener Modelle
- Farbkonzept: Zuordnung von Unternehmens- oder Funktionsfarben
- Ausstattungspakete: festgelegte Artikel und Mengen je Mitarbeitergruppe
- Veredelung: hinterlegte Logo-, Namens- und Positionsvorgaben
- Nachbestellung: reproduzierbare Beschaffung auf Basis definierter Konfigurationen
Beschaffung und Nachbestellung standardisieren
Ein dokumentiertes Bekleidungskonzept reduziert den Aufwand bei wiederkehrenden Bestellungen. Freigegebene Artikel, Farben und Veredelungen müssen nicht bei jeder Beschaffung erneut geprüft werden. Gleichzeitig können Fehlbestellungen und nicht abgestimmte Einzelkäufe vermieden werden.
Dies ist insbesondere bei mehreren Standorten, wechselnden Teams oder einer regelmäßigen Personalaufnahme relevant. Neue Mitarbeitende lassen sich anhand definierter Ausstattungspakete einheitlich versorgen, während Ersatz- und Ergänzungsbestellungen nachvollziehbar bleiben.
Pflege und Aufbereitung berücksichtigen
Die vorgesehene Pflege beeinflusst die Auswahl von Material und Veredelung. Haushaltswäsche, gewerbliche Reinigung und industrielle Aufbereitung stellen unterschiedliche Anforderungen an Textilien, Farben, Verschlüsse und Kennzeichnungen.
Werden Pflegebedingungen bereits bei der Produktauswahl berücksichtigt? Nicht geeignete Textilien können bei hohen Waschtemperaturen, wiederkehrender Trocknung oder chemischer Behandlung vorzeitig verschleißen. Auch Logos und Namenskennzeichnungen müssen mit dem vorgesehenen Pflegeverfahren kompatibel sein.
- Waschtemperatur: Abstimmung auf Verschmutzungsgrad und hygienische Anforderungen
- Trocknung: Berücksichtigung möglicher thermischer Belastungen
- Formstabilität: Auswahl geeigneter Gewebe und Materialmischungen
- Farbechtheit: relevant für ein langfristig einheitliches Erscheinungsbild
- Veredelungsbeständigkeit: Abstimmung von Logo und Kennzeichnung auf die Aufbereitung
Nachhaltigkeit und Lebenszyklus der Berufsbekleidung
Ein nachhaltiges Bekleidungskonzept betrachtet nicht nur die Erstbeschaffung, sondern den gesamten Nutzungszeitraum. Strapazierfähige Materialien, austauschbare Einzelteile, Reparaturmöglichkeiten und eine bedarfsgerechte Artikelauswahl können dazu beitragen, die Nutzungsdauer zu verlängern.
Eine reduzierte und standardisierte Modellauswahl erleichtert außerdem die Bestandsführung und vermeidet schwer kombinierbare Restmengen. Bei der Planung können zusätzlich Rücknahme-, Wiederverwendungs- oder Recyclinglösungen für ausgesonderte Bekleidung berücksichtigt werden.
Dokumentation und Verwaltung der Firmenbekleidung
Eine nachvollziehbare Dokumentation bildet die Grundlage für die langfristige Umsetzung des Bekleidungskonzepts. Mitarbeiterdaten, Größen, ausgegebene Artikel, Veredelungen und Ersatzbestellungen sollten strukturiert erfasst werden.
Bei größeren Unternehmen kann außerdem eine Zuordnung nach Standort, Kostenstelle, Abteilung oder Tätigkeit sinnvoll sein. Dadurch lassen sich Bestände, Beschaffungsmengen und Wechselintervalle genauer auswerten.
- Mitarbeiterzuordnung: Name, Personalnummer, Abteilung und Standort
- Größendaten: dokumentierte Größen je Produktgruppe
- Ausgabemengen: Anzahl und Zeitpunkt der ausgegebenen Kleidungsstücke
- Produktzuordnung: freigegebene Artikel je Tätigkeit oder Funktion
- Ersatzbedarf: nachvollziehbare Erfassung von Verschleiß und Nachbestellungen
Vorteile strukturierter Bekleidungskonzepte
Ein abgestimmtes Bekleidungskonzept verbindet funktionale Anforderungen, einheitliche Gestaltung und geregelte Beschaffungsprozesse. Dadurch können Unternehmen ihre Arbeits- und Firmenkleidung über verschiedene Abteilungen und Standorte hinweg systematisch organisieren.
- Einheitliche Ausstattung: festgelegte Modelle, Farben und Veredelungen
- Reduzierter Abstimmungsaufwand: verbindliche Vorgaben für Einkauf und Nachbestellung
- Verbesserte Zuordnung: klare Erkennbarkeit von Teams, Funktionen und Standorten
- Bedarfsgerechte Funktion: Auswahl entsprechend Tätigkeit und Arbeitsumgebung
- Planbare Beschaffung: definierte Ausstattungspakete und dokumentierte Größen
- Langfristige Nutzbarkeit: Berücksichtigung von Pflege, Reparatur und Lebenszyklus
Betriebliche Bekleidung dauerhaft einheitlich organisieren
Ein professionelles Bekleidungskonzept schafft verbindliche Grundlagen für die Auswahl, Kennzeichnung, Ausgabe und Nachbestellung betrieblicher Kleidung. Dabei werden die Anforderungen verschiedener Tätigkeitsbereiche ebenso berücksichtigt wie Passform, Schutzfunktion, Corporate Design und Pflege.
Für Unternehmen ergeben sich daraus nachvollziehbare Prozesse, ein konsistentes Erscheinungsbild und eine bedarfsgerechte Ausstattung der Beschäftigten. Gleichzeitig lassen sich Fehlbestellungen, uneinheitliche Produktvarianten und unnötige Abstimmungen reduzieren.
Bekleidungskonzepte verbinden Arbeitssicherheit, Funktion, Mitarbeiterzuordnung und einheitliche Firmenkleidung zu einer strukturierten, langfristig verwaltbaren Unternehmensausstattung.