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S4+S5 Sicherheitsschuhe
S4 Sicherheitsschuhe und S5 Sicherheitsschuhe sind wasserdichte Sicherheitsstiefel für Arbeitsbereiche mit hoher Nässe-, Schmutz- und Feuchtigkeitsbelastung. Sie bestehen typischerweise vollständig aus Gummi oder polymeren Werkstoffen und besitzen eine geprüfte Zehenschutzkappe. Während S4-Modelle grundlegende Sicherheitsfunktionen für Nassbereiche bieten, verfügen S5-Ausführungen zusätzlich über einen Durchtrittschutz und eine profilierte Laufsohle. Damit eignen sich S4/S5 Sicherheitsschuhe unter anderem für Landwirtschaft, Lebensmittelverarbeitung, Baugewerbe, Entsorgung, Industrie, Reinigung und kommunale Dienste.
S4 und S5 Sicherheitsschuhe für dauerhaft nasse Arbeitsbereiche
Stehendes Wasser, Schlamm, Reinigungsflüssigkeiten und dauerhaft feuchte Böden stellen hohe Anforderungen an den betrieblichen Fußschutz. Wie lassen sich durchnässte Füße vermeiden, wenn klassische Lederschuhe oder textile Sicherheitsschuhe an ihre Grenzen kommen? Vollständig geformte S4 Sicherheitsschuhe und S5-Modelle besitzen einen wasserdichten Aufbau und sind speziell für solche Arbeitsbedingungen ausgelegt.
Die Stiefel umschließen Fuß, Knöchel und je nach Schafthöhe einen größeren Teil des Unterschenkels. Ihr geschlossener Aufbau reduziert das Eindringen von Wasser, Schlamm und leicht löslichen Verschmutzungen. Gleichzeitig erleichtern glatte Oberflächen die Reinigung nach dem Arbeitseinsatz.
Welche Eigenschaften besitzen S4 Sicherheitsschuhe?
S4 Sicherheitsschuhe gehören zu den vollständig geformten oder vulkanisierten Sicherheitsstiefeln. Sie werden üblicherweise aus Gummi, PVC, Polyurethan oder vergleichbaren polymeren Materialien gefertigt. Dadurch ist die Schuhkonstruktion dauerhaft wasserdicht und für regelmäßig feuchte Arbeitsumgebungen geeignet.
Zur typischen Ausstattung gehören eine Zehenschutzkappe, ein geschlossener Fersenbereich, antistatische Eigenschaften und eine Energieaufnahme im Fersenbereich. Ein Durchtrittschutz ist bei der Kategorie S4 nicht grundsätzlich enthalten.
- Zehenschutz: geprüfte Schutzkappe gegen Stoß- und Druckbelastungen
- Wasserdichtigkeit: vollständig geformte oder vulkanisierte Stiefelkonstruktion
- Fersenbereich: geschlossener Aufbau für einen stabilen Sitz
- Energieaufnahme: dämpfende Eigenschaften im Fersenbereich
- Antistatische Eigenschaften: begrenzen den Aufbau elektrostatischer Ladungen im vorgesehenen Einsatzbereich
- Material: je nach Modell Gummi, PVC, Polyurethan oder eine funktionale Polymermischung
- Zusatzfunktionen: modellabhängig Kälteisolierung, Kraftstoffbeständigkeit oder besondere Rutschhemmung
S5 Sicherheitsschuhe mit Durchtrittschutz und Profilsohle
S5 Sicherheitsschuhe erweitern die Eigenschaften der Kategorie S4 um einen geprüften Durchtrittschutz und eine profilierte Laufsohle. Sie sind damit für Nassbereiche geeignet, in denen zusätzlich Nägel, Schrauben, Metallteile oder andere spitze Gegenstände auf dem Boden auftreten können.
Typische Einsatzgebiete sind Baustellen, Tiefbau, Kanaltechnik, Abfallwirtschaft, Landwirtschaft und industrielle Reinigungsbereiche. Dort müssen die Stiefel Feuchtigkeit abhalten, den Zehenbereich schützen und das Risiko einer Verletzung durch das Eindringen spitzer Gegenstände reduzieren.
Ist ein S5-Stiefel grundsätzlich besser als ein S4-Modell? Nicht zwingend. Besteht keine relevante Durchtrittgefahr, kann ein leichterer und flexiblerer S4-Stiefel ausreichen. Die Auswahl muss sich an der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung und den tatsächlichen Bodenverhältnissen orientieren.
Unterschied zwischen S4 und S5 Sicherheitsschuhen
Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Schutzklassen liegt im Sohlenaufbau. Beide Kategorien sind für vollständig geformte oder vulkanisierte Sicherheitsschuhe vorgesehen und besitzen eine geprüfte Zehenschutzkappe. S5 umfasst jedoch zusätzliche Anforderungen an die Durchtritthemmung und das Sohlenprofil.
- S4: wasserdichter Sicherheitsstiefel ohne vorgeschriebenen Durchtrittschutz
- S5: wasserdichter Sicherheitsstiefel mit Durchtrittschutz und profilierter Laufsohle
S4 Schutzstiefel eignen sich daher für nasse Arbeitsbereiche ohne ausgeprägte Gefahr durch spitze Gegenstände. Sicherheitsstiefel S5 sind für anspruchsvollere Bodenbedingungen vorgesehen, bei denen Nässeschutz, Zehenschutz und Durchtritthemmung gemeinsam erforderlich sind.
S4 Schutzstiefel für Reinigung und Lebensmittelverarbeitung
S4 Schutzstiefel werden häufig in Arbeitsbereichen eingesetzt, in denen Wasser, Reinigungsmittel oder organische Verschmutzungen regelmäßig auftreten. Dazu gehören Lebensmittelproduktion, Schlachtereien, Großküchen, industrielle Reinigung, Tierhaltung und bestimmte Bereiche der chemisch-technischen Produktion.
Die geschlossene Oberfläche erleichtert das Abspülen und reduziert gegenüber genähten Schuhkonstruktionen mögliche Schmutzablagerungen. Für hygienisch sensible Bereiche sind häufig helle oder farblich definierte Modelle verfügbar, die eine Zuordnung zu bestimmten Produktionszonen unterstützen können.
Nicht jeder Stiefel ist automatisch gegen sämtliche Reinigungs-, Desinfektions- oder Produktionsmittel beständig. Die Materialeignung muss deshalb anhand der Herstellerinformationen und betrieblicher Beständigkeitsanforderungen geprüft werden.
S5 Gummistiefel für Bau und Landwirtschaft
S5 Gummistiefel verbinden eine wasserdichte Stiefelkonstruktion mit Zehen- und Durchtrittschutz. Sie eignen sich besonders für unbefestigte, schlammige oder stark verschmutzte Arbeitsflächen, auf denen zusätzlich spitze Gegenstände auftreten können.
Im Baugewerbe schützen sie beispielsweise bei Arbeiten in Baugruben, auf schlammigen Baustellen oder in Bereichen mit Bauschutt. In der Landwirtschaft kommen sie in Stallungen, auf Feldern, bei Reinigungsarbeiten und in feuchten Betriebszonen zum Einsatz.
- Baugewerbe: Schutz bei Schlamm, Wasser, Bauschutt und spitzen Bodenmaterialien
- Landwirtschaft: wasserdichte Stiefel für Stall, Feld und Hof
- Kanaltechnik: geschlossene Konstruktion für stark verschmutzte Nassbereiche
- Entsorgung: Schutz vor Feuchtigkeit und mechanischen Bodenrisiken
- Kommunalbetriebe: Einsatz bei Straßenreinigung, Grünpflege und Hochwasserarbeiten
S5 Sicherheitsgummistiefel mit geprüfter Schutzkappe
S5 Sicherheitsgummistiefel verfügen über eine Schutzkappe, die den Vorderfuß vor Stoß- und Druckbelastungen schützt. Je nach Modell kann die Kappe aus Stahl oder einem nichtmetallischen Verbundwerkstoff bestehen.
Die Kappe ist vollständig in die Stiefelkonstruktion integriert. Für eine geeignete Passform muss dennoch ausreichend Zehenraum vorhanden sein. Zu enge Modelle können Druckstellen verursachen, während zu weite Stiefel beim Gehen verrutschen und die Trittsicherheit beeinträchtigen.
- Stahlkappe: robuste und bewährte Schutzlösung
- Verbundkappe: metallfreie Konstruktion mit geringer Wärmeleitfähigkeit
- Kappenform: muss ausreichend Platz für Zehen und Vorfuß bieten
- Fersenführung: unterstützt den stabilen Sitz im Stiefel
Durchtrittschutz bei Sicherheitsstiefeln S5
Der Durchtrittschutz von Sicherheitsstiefeln S5 reduziert das Risiko, dass Nägel, Schrauben oder scharfkantige Gegenstände durch die Laufsohle eindringen. Fachlich handelt es sich um eine Durchtritthemmung, da keine Konstruktion unter sämtlichen Bedingungen einen absoluten Schutz gewährleisten kann.
Je nach Zertifizierung und Konstruktion können metallische oder nichtmetallische Einlagen verwendet werden. Die vollständige Kennzeichnung des Produkts gibt Auskunft darüber, welche Art von Durchtrittschutz vorhanden ist.
Nach dem Auftreten auf einen spitzen Gegenstand kann die Einlage äußerlich unbeschädigt erscheinen. Bei einer entsprechenden Belastung sollte der Stiefel deshalb geprüft und im Zweifel ersetzt werden.
Wasserdichte Sicherheitsschuhe S4 für dauerhafte Feuchtigkeit
Wasserdichte Sicherheitsschuhe S4 unterscheiden sich von wasserabweisenden Leder- oder Textilschuhen durch ihren vollständig geformten Aufbau. Das Obermaterial und der Sohlenbereich bilden eine geschlossene Konstruktion, sodass Wasser nicht durch Nähte oder Materialübergänge eindringen kann.
Wie lässt sich verhindern, dass Wasser dennoch von oben in den Stiefel gelangt? Neben der Materialkonstruktion spielt die Schafthöhe eine wichtige Rolle. Der Stiefelschaft muss zur erwarteten Wassertiefe, zur Arbeitskleidung und zu den Bewegungsabläufen passen.
Bei Arbeiten mit Hochdruckreinigern, starkem Spritzwasser oder tiefem Schlamm können besonders hohe Schäfte zweckmäßig sein. Gleichzeitig darf die Stiefelöffnung Beweglichkeit und Tragekomfort nicht unnötig einschränken.
S4 Arbeitsschuhe aus PVC, Gummi oder Polyurethan
Der Suchbegriff S4 Arbeitsschuhe umfasst in der Praxis überwiegend vollständig geformte Sicherheitsstiefel. Das verwendete Material beeinflusst Gewicht, Flexibilität, Temperaturverhalten und Beständigkeit gegenüber betrieblichen Stoffen.
- PVC: pflegeleicht, formstabil und für viele allgemeine Nassbereiche geeignet
- Gummi: je nach Mischung flexibel, widerstandsfähig und abriebfest
- Polyurethan: häufig leicht, flexibel und thermisch isolierend
- Materialkombinationen: abgestimmter Aufbau für Schaft, Zwischensohle und Laufsohle
Welcher Werkstoff eignet sich für lange Schichten oder niedrige Temperaturen? Polyurethan kann je nach Konstruktion Gewicht und Kälteübertragung reduzieren. Bestimmte Gummi- und PVC-Mischungen bieten dagegen andere Vorteile bei Abrieb, Reinigung oder Medienkontakt. Entscheidend sind die konkreten Herstellerangaben.
S5 Arbeitsschuhe für anspruchsvolle Bodenbedingungen
S5 Arbeitsschuhe sind für Tätigkeiten vorgesehen, bei denen Wasser, Schlamm und mechanische Risiken gleichzeitig auftreten. Das ausgeprägte Sohlenprofil soll auf weichen, unebenen oder verschmutzten Flächen zusätzlichen Halt bieten.
Grobes Profil kann Schlamm und lockeres Material besser verdrängen als eine glatte Laufsohle. Auf harten Hallenböden muss die Profilgestaltung jedoch ebenfalls zur Oberfläche passen. Ein stark ausgeprägtes Außensohlenprofil ist nicht automatisch auf jedem Untergrund rutschhemmender.
- Grobe Profile: für Schlamm, Erde und unbefestigte Flächen
- Breite Profilkanäle: unterstützen den Abtransport von Wasser und Verschmutzungen
- Sohlenmischung: beeinflusst Bodenhaftung, Flexibilität und Abrieb
- Profilreinigung: verhindert eine dauerhafte Zusetzung mit Schlamm oder Produktionsresten
- Verschleißkontrolle: erkennt abgelaufene Sohlen und beschädigte Profilbereiche
Rutschhemmung in Nass- und Schmutzbereichen
Feuchte Fliesen, Schlamm, Fette, Öle und Reinigungsmittel können das Rutschrisiko erheblich erhöhen. Die Laufsohle von S4/S5 Sicherheitsschuhen muss deshalb zum jeweiligen Boden und zu den auftretenden Verunreinigungen passen.
Auch ein geprüftes Sohlenprofil verhindert Ausrutschen nicht unter allen Bedingungen. Verschmutzte oder abgelaufene Sohlen verlieren an Haftung. Regelmäßige Reinigung und Sichtkontrolle sind daher wesentliche Bestandteile der sicheren Nutzung.
In Lebensmittelverarbeitung und Großküchen werden andere Sohlenmischungen benötigt als auf lehmigen Baustellen oder in Stallungen. Die Auswahl sollte deshalb nicht ausschließlich anhand der Schutzklasse erfolgen.
Gefütterte S4 und S5 Sicherheitsstiefel
Für winterliche Außeneinsätze, Kühlbereiche oder unbeheizte Betriebszonen stehen gefütterte S4- und S5-Stiefel zur Verfügung. Je nach Modell kommen fest integrierte Isolationsschichten oder herausnehmbare Thermosocken zum Einsatz.
Eine Fütterung kann den Kälteschutz verbessern, verändert jedoch die Passform und das Innenvolumen. Die Größe sollte daher mit den vorgesehenen Arbeitssocken und der tatsächlichen Fütterung geprüft werden.
Entsteht bei körperlich anstrengender Arbeit zu viel Feuchtigkeit im Stiefel? Vollständig wasserdichte Konstruktionen bieten häufig nur eine begrenzte Luftzirkulation. Herausnehmbare Einlagen oder Thermosocken können das Trocknen erleichtern, sofern sie für das jeweilige Modell vorgesehen sind.
Beständigkeit gegenüber Ölen, Fetten und Chemikalien
In Industrie, Landwirtschaft, Reinigung und Lebensmittelverarbeitung kommen Sicherheitsstiefel mit unterschiedlichen betrieblichen Stoffen in Kontakt. Nicht jeder Polymer- oder Gummistiefel ist gleichermaßen gegen Öle, Fette, Säuren, Laugen oder Desinfektionsmittel beständig.
Eine allgemeine S4- oder S5-Kennzeichnung bestätigt keine universelle Chemikalienbeständigkeit. Für den Kontakt mit bestimmten Medien müssen die Materialfreigaben, Beständigkeitstabellen und zusätzlichen Produktkennzeichnungen geprüft werden.
- Mineralöle und Kraftstoffe: Eignung der Laufsohle und des Schaftmaterials prüfen
- Tierische und pflanzliche Fette: materialgerechte Modelle für Lebensmittelbereiche auswählen
- Reinigungsmittel: Konzentration und Einwirkdauer berücksichtigen
- Säuren und Laugen: ausschließlich ausdrücklich geeignete Spezialstiefel verwenden
- Desinfektionsmittel: Herstellerangaben zu Materialverträglichkeit und Reinigung beachten
Passform von S4 Schutzstiefeln und S5 Gummistiefeln
Gummierte und vollständig geformte Stiefel lassen sich häufig weniger individuell anpassen als Schnürschuhe. Umso wichtiger sind die richtige Größe, eine geeignete Schaftweite und ein stabiler Fersenhalt.
Wie lässt sich vermeiden, dass der Fuß im Stiefel rutscht? Die Ferse sollte beim Gehen nur geringfügig anheben. Gleichzeitig muss genügend Platz für Zehen, Arbeitssocken und gegebenenfalls thermische Einlagen vorhanden sein.
- Fußlänge: beide Füße messen und den größeren Wert berücksichtigen
- Zehenraum: ausreichenden Abstand zur Schutzkappe sicherstellen
- Fersenhalt: übermäßiges Verrutschen im Stiefel vermeiden
- Schaftweite: auf Wade, Arbeitskleidung und Bewegungsanforderungen abstimmen
- Arbeitssocken: Anprobe mit den später verwendeten Socken durchführen
- Einlegesohle: nur für das jeweilige Schuhsystem vorgesehene Varianten einsetzen
Typische Einsatzbereiche für S4/S5 Sicherheitsschuhe
- Landwirtschaft und Tierhaltung: Schutz in Stallungen, auf Feldern und in feuchten Betriebsbereichen
- Baugewerbe und Tiefbau: S5-Modelle für Schlamm, Wasser und mechanische Bodenrisiken
- Lebensmittelverarbeitung: reinigungsfähige S4- oder S5-Stiefel für hygienisch sensible Nasszonen
- Industrie: wasserdichte Sicherheitsstiefel für Produktion und Instandhaltung
- Entsorgung und Kanaltechnik: geschlossene Ausführungen für stark verschmutzte Arbeitsbereiche
- Gebäudereinigung: S4-Modelle bei Spritzwasser und regelmäßigen Nassreinigungen
- Kommunalbetriebe: Schutz bei Straßenreinigung, Grünpflege und Hochwassereinsätzen
- Fischerei und Hafenwirtschaft: wasserdichte Stiefel für dauerhaft feuchte Arbeitsumgebungen
Wann sind S4 Sicherheitsschuhe ausreichend?
S4 Sicherheitsschuhe können ausreichend sein, wenn eine wasserdichte Stiefelkonstruktion und ein geprüfter Zehenschutz benötigt werden, am Boden jedoch keine relevante Gefahr durch spitze Gegenstände besteht.
Dies kann beispielsweise in bestimmten Reinigungs-, Lebensmittel- oder landwirtschaftlichen Arbeitsbereichen der Fall sein. Die Entscheidung darf jedoch nicht pauschal erfolgen. Sobald Nägel, Metallreste, Glasscherben oder andere durchtrittgefährdende Gegenstände auftreten können, ist ein entsprechender Durchtrittschutz erforderlich.
Wann werden S5 Sicherheitsschuhe benötigt?
S5 Sicherheitsschuhe sind erforderlich, wenn zur dauerhaften Wasserdichtigkeit und zum Zehenschutz ein geprüfter Durchtrittschutz sowie eine Profilsohle hinzukommen müssen. Typische Beispiele sind Baustellen, Abbrucharbeiten, Kanaltechnik und stark verschmutzte Außenbereiche.
Eine möglichst hohe Schutzklasse ist dennoch nicht automatisch die beste Wahl. Durchtrittschutzeinlage und grober Sohlenaufbau können Gewicht und Flexibilität beeinflussen. Der Schuh sollte deshalb genau auf das vorhandene Gefährdungsprofil abgestimmt werden.
Wichtige Auswahlkriterien für S4 und S5 Sicherheitsstiefel
Welcher Sicherheitsstiefel deckt die betrieblichen Anforderungen ab, ohne Beweglichkeit und Tragekomfort unnötig einzuschränken? Für eine fachgerechte Auswahl müssen mehrere Merkmale gemeinsam betrachtet werden.
- Gefährdungsbeurteilung: Grundlage für die Auswahl zwischen S4 und S5
- Durchtrittgefahr: bei spitzen Bodenmaterialien S5 beziehungsweise entsprechend gekennzeichnete Modelle wählen
- Material: PVC, Gummi oder Polyurethan auf Temperatur und Einsatzdauer abstimmen
- Medienbeständigkeit: Eignung für Öle, Fette, Reinigungsmittel oder Chemikalien prüfen
- Sohlenprofil: an Schlamm, Fliesen, Hallenboden oder unbefestigte Flächen anpassen
- Schafthöhe: nach Wassertiefe, Spritzbelastung und Bewegungsablauf auswählen
- Fütterung: Kälteschutz an Umgebungstemperatur und Arbeitsintensität anpassen
- Gewicht: bei langen Laufwegen und ganztägiger Nutzung berücksichtigen
- Passform: Zehenraum, Fersenhalt und Schaftweite prüfen
- Reinigung: Konstruktion und Material auf betriebliche Hygieneprozesse abstimmen
Reinigung und Kontrolle von S4/S5 Sicherheitsschuhen
S4- und S5-Stiefel sollten nach dem Einsatz von Schlamm, Produktionsresten und anderen Verschmutzungen befreit werden. Die Reinigung muss entsprechend den Herstellerangaben erfolgen. Aggressive Mittel oder ungeeignete Lösungsmittel können Polymer- und Gummimischungen angreifen.
Nach der Reinigung müssen die Stiefel vollständig trocknen können. Herausnehmbare Einlagen oder Thermosocken sollten separat getrocknet werden. Direkte Hitze kann das Material verspröden oder verformen.
Risse, poröse Stellen, beschädigte Sohlenübergänge, stark abgelaufene Profile oder sichtbare Verformungen im Bereich der Schutzkappe können die Schutzwirkung beeinträchtigen. Solche Stiefel müssen geprüft und gegebenenfalls ersetzt werden.
S4 und S5 Sicherheitsschuhe für wasserdichten Fußschutz
S4 Sicherheitsschuhe bieten einen wasserdichten, vollständig geformten Fußschutz mit Zehenschutz für dauerhaft feuchte Arbeitsbereiche. S5 Sicherheitsschuhe ergänzen diese Eigenschaften um eine durchtritthemmende Einlage und eine profilierte Laufsohle.
Das Sortiment reicht von leichten S4 Schutzstiefeln für Reinigung und Lebensmittelproduktion bis zu robusten S5 Sicherheitsgummistiefeln für Bau, Landwirtschaft, Entsorgung und Kanaltechnik. Eine bedarfsgerechte Auswahl reduziert typische Risiken durch Nässe, herabfallende Gegenstände, spitze Bodenmaterialien und rutschige Untergründe.
S4/S5 Sicherheitsschuhe — wasserdichter Zehen- und je nach Schutzklasse zusätzlicher Durchtrittschutz für professionelle Nass-, Schmutz- und Außenbereiche.